Fernreise, Sansibar
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Weg im Winter: Stone Town Sansibar

Wir mussten raus. Raus aus dem Alltag, raus aus dem Novembergrau, raus aus der To-Do-Liste und raus aus der Rotznasenzeit. Wieder einmal war diese Reise lange angedacht und geplant, aber recht kurzfristig gebucht. Der Mann hat den strategisch besten Buchungszeitpunkt genau im Blick gehabt und uns sensationelle Flüge mit Oman Air verschafft, die uns sicher und komfortabel von Frankfurt über Muscat nach Sansibar gebracht haben.

Uff, alles hat geklappt, vor allem: es waren alle bei Abflug gesund. Seit der Flugstornierung auf Grund von Ohrenschmerzen vor drei Jahren sind wir diesbezüglich immer etwas nervös. „Zieh eine Mütze auf, zu Hause auch Schuhe an und lieber einen dickeren Pullover“ haben Anton und Ida in den Wochen vor dem Abflug andauernd von mir zu hören bekommen.

Sansibar war unser Ziel und Sansibar empfing uns mit tropischer Wärme am einem späten Nachmittag Mitte November. Die Insel ist nicht sehr groß und wir meist nur in Kombination mit einer Safari in Tanzania bereist. Es gibt keine Unmengen an Sehenswürdigkeiten, aber sie ist genau richtig, um Licht und Energie zu tanken und dennoch etwas echtes, afrikanisches Leben außerhalb der Resorts aufzuschnappen. Aus diesem Grund haben wir uns auch für diesen 16tägigen Aufenthalt für eine Rundreise mit einem Mietwagen entschieden.

Wir starteten in Stone Town, der Hauptstadt Sansibars. Ihr Name gründet auf der Bauweise: die Häuser wurden, völlig untypisch für damalige Verhältnisse, aus Steinen gebaut. Aus Korallensteinen, um genau zu sein. Stone Town ist Weltkulturerbe, doch ein Museumscharakter ist wahrlich nicht zu erkennen.

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Die Stadt ist authentisch, jeder Stein, jede Gasse, jeder Winkel schreit nur so vor Leben. Ein paar Häuser sind sorgsam renoviert, doch die kann man an einer Hand abzählen. Die Großzahl an Gebäuden ist in einem eher morbiden Zustand, aber keineswegs verlassen. Es wird gespielt, gekocht, gelacht in den Gassen der Altstadt. Motorräder saußen hupend hindurch, Hühner gackern leise vor sich hin, Katzen streunen mit Kindern umher.

Zeichen der Kolonialzeit mischen sich mit Details aus dem Orient, Sansibar gehörte einst zum Sultanat Oman, und afrikanischer Kultur. Ein bunter Mix, der spannend und belebend zugleich ist.

Die Hauptwege sind asphaltiert, kleine Gassen aber bestenfalls gepflastert oder mit Lehm befestigt. Es regnet immer wieder einmal kurz und heftig, die ‚kleine‘ Regenzeit ist typisch für November, aber es ist warm und keinen stört das Nass von oben. Überraschender Weise riecht es nicht. Gar nicht. Für meine Verhältnisse ein riesen Pluspunkt.

Wir haben drei Tage in Stone Town eingeplant, weil wir mit den Kindern nicht den gesamten Tag herum laufen wollen. So haben wir zwei Mal einen dreistündigen Ausflug in die Altstadt gemacht, was auch völlig ausreichend war. Tipps zu Hotel. Restaurants und Sehenswürdigkeiten werde ich in einem separaten Post aufführen.

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3 Kommentare

  1. sofort gelesen und Respekt du bloggst, obwohl ihr Urlaub doch so nötig habt. Leg doch mal die Füße hoch das geht doch nirgendwo besser als auf Sansibar.
    Übrigens fallls ihr die Dolphin Tour plant. Wir haben die als Kombi mit Schnorcheln und den Aufenthalt auf einer kleinen Insel gemacht und sie war echt wunderschön, aber zum Schluß hatte ich fast das Gefühl, sie haben es übertrieben und sind den Delphinen ganz schön auf die Pelle gerück.

    • Aber Eva, endlich hab ich Zeit dafür!!! Das bloggen hier ist doch wirklich mein Hobby. Sind wir erst zurück, wird’s wieder an den anderen Jobs scheitern. Ich genieße es, die frischen Eindrücke festzuhalten :-)

  2. Pingback: Sansibar - entdecke den Rhythmus eines Strandurlaubs mit mir - Reiseaufnahmen

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