Fernreise, Sri Lanka 2016
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Sri Lanka’s Teeplantage in den Bergen – Must See!

Wir haben ja nun wirklich schon einige faszinierende Landschaften auf diesem Planeten entdecken dürfen. Wenn ich da an Neuseeland denke, an die Dolomiten oder Sansibar oder Mexiko, habe ich sofort viele der Bilder im Kopf, die uns bei den jeweiligen Roadtripps begeistert haben.

Ein großer Favorit ist heute dazu gekommen, denn die Berge Sri Lankas haben uns nicht nur gut gefallen, sie haben uns absolut begeistert! Wir trinken gerne Tee, hatten bisher aber wenig Ahnung davon, wie er angebaut und produziert wird.

Teeplantage bei Madulkelle auf Sri Lanka

Es wirkt wie ein riesiger Garten Eden. Anders kann man es kaum beschreiben. Dieses Grün ist so allmächtig, dass man sich kaum vorstellen kann ein anderes Grün danach noch als Grün zu bezeichnen.

Es sind schmale, holprige Wege, die nach oben führen. Botoniert sind sie in aller Regel, große Schlaglöcher und hervorstehende Steine sowie eine fehlende Leitplanke lassen den Weg abenteuerlich werden. Mehr als einmal haben wir das Auto aufgesetzt… Doch diese Fahrt war berauschend!

Unser Ziel am ersten Tag in den Bergen war die Madulkelle Tea and Eco Lodge. Wir sind in Sigiriya gestartet, die Strecke betrug knapp über 100km. Dank des Verkehrs und der Straßenverhältnisse haben wir über vier Stunden mit Pausen gebraucht.

Bis Matale ist die A9 eine gewöhnliche Landstraße mit dem Verkehr, wie man ihn kennt. Autos, Tuktuks, Busse und Motorrädern liefern sich einen heiteren Wettbewerb im Überholen.

Nach Natale haben wir die Hauptstraße verlassen und sind der B257 gefolgt. Eine richtige Panoramastraße! Sie schlängelt sich die Berge hoch und hinter jeder Kurve eröffnen sich weitere herrliche Ausblicke auf die Teeplantagen.

Ein bisschen fühlt es sich an, als sei die Zeit stehen geblieben. Frauen zupfen die zarten grünen Blättchen aus den Teeplantagen und bringen sie in großen Säcken zur Sammelstelle. Von dort werden sie in die Tee Fabriken gefahren.

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Besuch einer Tee Fabrik

Wie wir feststellen mussten, ist es gar nicht so einfach eine Teefabrik zu besuchen. Entweder ist sie für Besucher gar nicht zu besichtigen, oder aber es ist eine richtige Touristen Fabrik, die man mit einer großen Gruppe Touristen anschauen kann. Merchendise inklusive…

Mehr durch Zufall haben wir die Hatale Tea Factory gefunden. Eigentlich wollte uns das Hotel vorher anmelden, aber wir haben dankend abgelehnt. Was sich wieder mal bezahlt gemacht hat, denn die Führung war beindruckend gratis und der Tee-Shop authentisch.

Fotografieren durften wir drinnen leider nicht, weshalb ich versuche mit ein paar Sätzen die Prozessschritte der Teeproduktion zu beschreiben.

Die gepflückten Blätter werden zunächst mittels warmer Luft angetrocknet, bis sie ein bisschen knautschig sind. Dann kommen sie in Maschinen, die sie fortlaufend rollen. zwei große, flache Scheiben mit Einkerbungen reiben gegeneinander. Heraus kommen gedrillte Teeblätter, die dann das erste Mal gesiebt werden, um sie der Größe nach zu sortieren.

Dieser Vorgang wird vier mal wiederholt. Die Blattfragmente sind danach schon mal in Größen einsortiert und wandern in die Fermentation. Feuchtigkeit und warme Luft sogen dafür, dass sie gären.

Ist der gewünschte Reifegrad erreicht, wandern sie in den Trocknungsofen, der die letzte Feuchtigkeit verschwinden lässt. Anschließend folgen weitere Schritte und den Tee weiter zu selektieren. Stengel etc. werden heraus gefiltert und die getrockneten Blätter schauen schon fast wie der Tee aus, den wir auch kennen.

Es gibt mehrere Arten der Körnigkeit, bis zu 19, wenn ich mich recht erinnere. Je feiner der Mahlgrad, der feinste ist der sog. ‚Dust‘, desto stärker ist der Tee. Feine Körnungen, fast ein Teepulver, werden zum Beispiel für Chai verwendet oder gerne mit Milch und Zucker getrunken.

Die gröberen Stücke sind die Tees, die wir meist kaufen. Sie eignen sich zum puren Trinken. Ca. 5.000 Kilogramm pro Tag verlassen diese Fabrik.

Eine wirklich faszinierende Produktion, der keinerlei Stoffe hinzugesetzt werden und am Ende viele unterschiedliche Arten schwarzen Tees hervorbringt. Im Fabrikverkauf hat der 500 Gramm Beutel ca. 3 Euro gekostet.

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Alternative Teeanbaugebiete bei Nuwara Eliya

Es gibt übrigens mehrere Areale auf Sri Lanka, auf denen Teeplantagen zu finden sind. Die Gebiete im Nuwara Eliya sind bekannt dafür. Dort waren wir auch und haben uns u.a. auch die Macwoods Tea Factory angeschaut. Aber die war leider genau das, an dem wir keine Freude haben: eine Touristenattraktion mit großem Busparkplatz und Teestube, die einfach nicht mehr so authentisch wirkt.

Außerdem fanden wir Landschaft nicht mehr so reizvoll. Zwar gab es auch überall Teesträucher, aber die Gegend ist dicht besiedelt und schaut ohne die großen, schwarzen Monoliten einfach nicht so schön aus wie bei Madulkelle.

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1 Kommentare

  1. Verena sagt

    Hallo Katja,

    toll, was Ihr mal wieder für eine Reise macht! Und tolle Fotos natürlich! Kannst du Eure Route mal in einem der nächsten Posts beschreiben? Das Ziel klingt sehr interessant – ich vermute keine Terroranschläge, keine Krankheiten, richtig? Viel Spaß noch auf Eurer Reise!

    Liebe Grüße,
    Verena

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