Alle Artikel mit dem Schlagwort: Roadtrip

kleine Karoo Rand Trip

Südafrika: Kleine Karoo bis Prince Albert

Ein Streckenabschnitt unseres Roadtripps in Südafrika hat uns besonders begeistert: Die Tour von Oudtshoorn – De Rust – Meringspoort Pass – Prince Albert – Swartberg Pass Oudtshoorn – Knysna. Über den ersten Teil dieser Tour, d.h. von De Rust nach Prince Albert, berichte ich hier. Ohne große Erwartungen sind wir gestartet. Von Orten wie Stellenbosch oder den Weingebieten hatten wir große Bilder im Kopf, die nur selten erfüllt wurden. Daher starteten wir diesen Abschnitt unsere Reise mit verhaltener Vorfreude. Umso mehr waren wir berauscht von den Eindrücken und Landschaften, die uns erwarteten. Meiringspoort Pass Eigentlich wollten wir auch in Oudtshoorn übernachten, dank eines Musikfestivals  waren jedoch alle Unterkünfte ausgebucht. In De Rust, einige Kilometer österlich von Oudtshoorn sind wir fündig geworden. Via Airbnb haben wir eine einfache, aber saubere Unterkunft auf einer Farm gefunden. Barry und seine Frau begrüßten uns herzlich. Am nächsten Morgen brachen wir zeitig auf, denn die Strecke, die vor uns lag, sollte den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Direkt nach De Rust biegt man in den Meiringspoort Canyon ein. Der gleichnamige …

Wüste und Oase – Faszinierende Kontraste in Abu Dhabi

Ganz still war es. Nur das leise Rauschen des Windes war zu hören. Einige Sandkörner flogen über unsere Füße hinweg. Keiner hatte das Bedürfnis auch nur ein Wort zu sagen. Selbst die Kinder schwiegen beeindruckt. Wir waren in der Wüste angekommen. Auch während des zweiwöchigen Aufenthalts in den Emiraten wollten wir einige Tage herum fahren und Land und Leute, Landschaften und Städte erkunden. Gemixt mit einigen Tagen am Pool war dies eine ziemlich ideale Urlaubskombination für uns und die Kids. Die Wüste. Diese Weite, diese Reduktion auf ganz wenige Komponenten: Sand, Sonne, Hitze. Wenn es Orte gibt, die mich erden und entschleunigen, dann sind es genau solche. Reduktion der Eindrücke, Konzentration auf das Wesentliche. Überleben? Ja, plötzlich steht man in mitten einer unendlichen Fläche rot schimmernder Sanddünen und denkt ‚Hier könnten wir sterben, wenn etwas passieren würde und uns niemand hilft‘. Klar geht das auch ganz prima im Autoverkehr einer Großstadt, aber hier ist es so greifbar wie verletzlich wir sind und wie abhängig. Und dennoch erfüllt es mich mit großem Frieden da zu stehen, die …

Strandpromenade Binz bei Schnee

Ein Tag im Schnee in Binz auf Rügen.

Welche Destinationen kann man innerhalb von 12 Stunden von Karlsruhe aus erreichen? Miami, Vancouver, Bangkok, Kapstadt, Kalkutta. Mit dem Auto auch Spanien oder die Toskana. Und Rügen. Es ist wahr und es ist dramatisch. Nach der Odyssee mit S-Bahn, ICE, Regionalexpress und Mietwagen habe ich dann tatsächlich nach über 12 Stunden das Ziel Gager auf Rügen erreicht. Das für ein langes Wochenende auf sich zu nehmen ist ein ganz schöner Ritt. Und da sagen Leute, dass ihnen Fernreisen mit Kindern zu stressig wäre. Ha! Wie dem auch sei, es war ein phantastisches langes Wochenende mit meinen Bloggermädels auf Rügen und neben all den Ideen rund um unsere Blogs haben wir es tatsächlich auch vor die Tür geschafft. Im tiefsten Schneematschgestöber erreichten wir das Ostseebad Binz. Nach einer Runde über die Seebrücke, den Strand und die Geschäftsstraße trockneten wir unsere Boots und wärmten unsere kalten Finger in nem Café. Es war ein Samstag in der Nebensaison, was ein Synonym für ‚Tote Hose‘ ist. Wer Ruhe und Einsamkeit sucht ist im Winter hier genau richtig. Der lange Sandstrand war weiß und …

Sommerfrische im Dezember – Mit dem 4WD auf dem Saiq Plateau im Oman

Der Begriff ‚Sommerfrische‘ wirkt im Dezember im Oman irgendwie schräg. Es war nämlich wirklich frisch, als wir oben auf dem Saiq Plateau aus dem Auto ausgestiegen sind. Über 2.000 Meter über dem Meer wehte uns tatsächlich ein kühler Wind mit 14 Grad um die Nase. Huch, sehr ungewohnt. Der Winter im Oman ist unglaublich herrlich, Temperaturen knapp unter 30 Grad, trockene Luft und ein strahlend blauer Himmel. Im Gegensatz zum äußerst heißen Sommer eine sehr angenehme Jahreszeit, in der die Omanis keine Erfrischung in den Bergen suchen. Das Plateau darf nur mit Allradantrieb befahren werden, weshalb wir unseren PS-lahmen Nissan Sunny für einen Tag gegen einen Landcruiser eingetauscht haben. Zu Beginn der Auffahrtsstraße in Birkat Al Mouz stehen mehrere Autovermietungen zur Verfügung, die genau auf diese Tagesausflügler ausgerichtet sind. Der Mietpreis pro Tag liegt bei ca. 80 Euro. Eine Polizeistation kontrolliert die Fahrtauglichkeit der Autos und dann gehts los. Hoch hinaus und das auch richtig steil. Entgegen unserer Erwartungen (Allrad und so) waren alle Straße auch hier super ausgebaut und asphaltiert. Und dennoch ist der Vierradantrieb nötig, denn einige …

Die Küstenstadt Sur und ein Hauch von Wüste. Plus eine einzige Schildkröte, der Rest streikte.

Sur liegt gut zwei Autostunden südlich von Muscat entfernt. Wir haben sie als Stop unserer Reise ausgewählt, weil wir die Geschichte mit den Dhaus, den historischen Holzschiffen, ganz interessant fanden und weil wir gerne mal Wasserschildkröten am Strand beobachten wollten, die beim nahegelegenen Ras Al Jinz heimisch ihre Eier ablegen. Als Stadt ist Sur jetzt nicht soo spannend, aber dennoch waren überrascht, wie wohl wir uns gefühlt haben. Die Corniche entlang der Lagune hat Potenzial, wird derzeit aber erst Abends von der hiesigen Jungend genutzt. Tagsüber liegt sie verlassen da, höchstens ein paar Männer sitzen im Schatten der Pavillons und trinken Kaffee.            Wir sind umhergestreunt und haben uns auch die kleine Ausstellung mit historischen Dhaus, den traditionellen Holzbooten angeschaut. Viel spannender war es allerdings in einer der übrig gebliebenen Werften vorbei zu schauen. Diese befinden sich nämlich nicht in einer Halle, sondern einfach direkt am Strand. Dort liegen sowohl alte, langsam verrottende Boote, als auch halb fertige, die gerade gebaut werden. Nach traditioneller Bauweise – immer noch. Kein Nagel wird verwendet, alles ist Handarbeit und …

Fata Morgana oder tatsächlich eine Oase? Wadi Tiwi und Wadi Shab sind einfach wunderschön!

In unserem Erdkundesaal in der Schule gab es eine in die Jahre gekommene Infotafel, so ein Ding, das mit zwei Holzstangen aufgehangen war. Sie hing direkt neben meinem Platz und immer wieder schweifte mein Blick damals dort hin. Darauf zu sehen war eine Stadt, deren Häuser vornehmlich aus Lehmziegeln gebaut waren. Alles beige, Ton in Ton. Doch drum herum stand ein herrlicher Palmenhain, wie ein grüner Rahmen sah das aus. Ringsherum hohe, karge Berge. Keine Ahnung, welche Stadt dort abgebildet war, nur an das Bild kann ich mich erinnern, aber ich glaube mittlerweile fest, dass dies ein Ort im Oman gewesen sein muss. Wir haben genau das erlebt. Das Wort Oase bekommt eine ganz neue Bedeutung, wenn man sie selbst gesehen hat. In unserem Sprachgebrauch wimmelt es ja nur so von Oasen. Die Wohlfühloase hat bestenfalls auch noch ne Wellnessoase und alles deutet darauf hin, dass dies ein wundervoller Ort sein muss. Ist es, das kann ich nur beglaubigen. Auf unserem Weg nach Sur haben wir uns zwei Wadis angeschaut. Wadi gibt es einige im …

Oman als Reiseziel für Familien – Unsere Tour 2014

Ok, hier starten die Reiseberichte über unsere Tour durch den Oman 2014. Mittlerweile liegen schon die ersten Tage in diesem herrlichen Land hinter uns. Wir haben einfach mal durchgeatmet, Sonne und Wärme in uns aufgesogen und alles Viere grad sein lassen. Über die einzelnen Ziele werde ich nach und nach berichten, erst mal aber ein paar Infos darüber, wie wir auf den Oman als Reiseland gekommen sind und wie unsere Tour nun aussieht. Schon vor zweieinhalb Jahren wollten wir hier hin reisen. Es war März 2012, die Route stand fest, Hotels und Mietwagen waren gebucht. Dann kam Antons Grippe, die so ordentlich war, dass wir am Tag des Abflugs alles storniert haben. Der Reiserücktritt sei dank sind wir auf nicht so hohen Kosten sitzen geblieben. Vermutlich aus frustrierter Solidarität sind wir auch krank geworden und haben nach der Genesung wenigstens noch ne Woche Mallorca gebucht. Mallorca statt Muscat. Naja, war auch nett. Jedenfalls hat uns der Orient nicht mehr los gelassen. Dubai gefiel uns beim Stopover nach Sydney schon sehr, aber wir wollten mehr Ursprüngliches erleben und sind so auf den …

Chitchen Itzá. Eine Erfahrung ganz für sich.

Auf dem Weg von Merida an die Küste bzw. nach Valladolid, haben wir einen ‚Pflicht-Stopp‘ in Chitchen Itzá eingelegt. Dem Maya Besichtigungsort schlechthin. Hm. Ja. Es war gegen 15 Uhr als wir das Gelände betraten. Da waren nur Verkaufsstände. Nur. Ausschließlich und überall. Ach da, die Pyramide. Wer sich durch Stände voll Miniaturpyramiden, Masken und Tellern gekämpft hat, konnte sie tatsächlich erkennen. Dass dort viel los sein wird, war klar. Von Cancun ist man über eine Autobahn mit Gebühr in knapp eineinhalb Stunden dort, das lockt viele Tagesausflügler, das ist ok. Ich mag hier keine Diskussion über Touristenattraktionen und Vermarktung eröffnen, sondern einfach nur sagen, dass wir froh waren vorher in Tulum und Uxmal gewesen zu sein und diese wunderbaren Stätten mit ihrer ganz eignen Atmosphäre erlebt zu haben. Wären wir hier zuerst gewesen, wäre mein gesamtes Mexicobild in sich zusammen gebrochen. Es war nicht schön, es war ein Maya-Disneyland ohne Geist. Und es gipfelte darin, dass man uns eine halbe Stunde vor Schließung des Parks von den hinteren Ausgrabungsstätten nach vorne trieb und alle …

Aber jetzt sind wir wirklich in Mexico. Die Tour durch Yucatan.

Fünf Tage lang haben wir eine kleine Tour über die Yucatan Halbinsel gemacht. Fünf Tage. Das ist nicht lange. Sicher wären zwei Tage länger auch gegangen, aber wir waren zögerlich, denn Autofahrten sind nur mäßig spannend für Kinder und jeden Abend wo anders schlafen strengt auch an, wenn man immer wieder alles aus- und einpacken muss. Unsere Prognosen haben sich auch hinsichtlich der Sehenswürdigkeiten bewahrheitet. Ja, man kann sich auch mit kleinen Kindern etwas anschauen. Man kann versuchen es spannend zu erklären, was es  hier gibt und warum man es sich ansieht. Aber man muss auch damit rechnen, dass es als sterbenslangweilig eingestuft wird und man so viel Überzeugungskraft braucht, um die Laune auf einem erträglichen Niveau zu halten, dass man von der eigentlichen Aktion nichts mehr mitbekommt ;-) Naja, so schlimm wars nie, aber klar gibts diese Situationen auch, wenn man verreist. Bei den Maya Ruinen hätten wir uns eigentlich gerne nen Guide für uns alleine geschnappt, der uns ein bisschen was erklärt. Aber das stresst halt eher als das es nützt, denn selten …

Die Mayas ohne Willi. Ein Besuch der Ruinen in Tulum und Uxmal

„Anton, morgen schauen wir uns alte Ruinen an. Das wird spannend.“ „So wie die Ritterburg bei der Oma?“ „Ja, so ähnlich. Aber ohne Ritter. Die haben die Mayas gebaut vor langer Zeit.“ „Die Bienen? Ist der Willi auch dabei gewesen?“ „Äh, ne, keine Bienen. Die Mayas waren Menschen. Ein Volk, das vor langer Zeit in Mexico gelebt hat.“ „Warum?“ So viel zum Thema Lehrauftrag auf Reisen. Es hat zwei Ruinen gedauert bis wir zweifelsfrei festgestellt haben, dass es dort keine Bienen gab. Insgesamt waren wir in drei Ausgrabungsstätten gewesen. Tulum, Uxmal und Chichén Itzá. Zu letztem kommt noch ein separater Post, denn das war irgendwie anders… Die Ruinen von Tulum waren nur 20 Minuten von unserem Hotel entfernt, so dass wir einen Vormittag dort verbracht haben. Manche Blickwinkel kennt man schon von Reisekatalogen oder anderen Prospekten. Die Hauptpyramide liegt nämlich direkt am Meer, sogar einen kleinen Strand gibt es, den man über eine Treppe erreichen kann. Wir waren sehr froh, dass am Himmel ein paar Schleierwolken zu sehen waren, denn das gesamte Gelände liegt in …