Heimatliebe
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Mummeln am Mummelsee und freuen in Freudenstadt – Eine Tagestour durch den Nordschwarzwald

Bei unserem Bloggerstammtisch in Karlsruhe ist die Idee entstanden etwas über die ‚Heimat‘ zu berichten und zu zeigen, wie schön es eigentlich rings um Karlsruhe ist. Dies Stadt, von der Sonne geküsst, und vom Elsaß, der Pfalz und dem Schwarzwald umarmt ist seit vier Jahren unser Zuhause und sogar als Exil-Pfälzer und Exil-Hesse fühlen wir uns hier sehr wohl.

Die Pläne für eine Bloggertour in die Umgebung waren schnell geschmiedet und so starteten Juliane von Schöner Tag noch und ich in der Früh zu einem Tag im Schwarzwald. Das ganze lief unter dem Motto Heimatliebe, zu dem Anni von Pötit – Die kleinen Dinge des Lebens schon seit längerem aufgerufen hatte. Auf Instagramm könnt Ihr unter dem Hashtag #kabloggerunterwegs Fotos von unterwegs betrachten.

Der Mummelsee war das große Ziel unserer Reise. Für mich eine Kindheitserinnerung, denn als ich mit fünf mal stark erkältet war, fuhren meine Eltern mit mir dort hin, weil die gute Höhenluft (liegt auf über 1.000 Metern) der Gesundheit förderlich ist. Ich erinnere mich noch an die Berge voll Schnee, der mir bis unter die Achseln reichte und unseren Hund einfach verschlang.

Auf dem Weg dorthin lag jedoch erst mal Burg Alt Windeck, die bei schönem Wetter den Aufstieg mit einem sagenhaften Blick belohnt. Wir konnten es nur erahnen… Einen hübschen Biergarten gibts dort und gehobene Hausmannskost für Wandersleute. Außerdem einen Spielplatz für kleine Ritter und Burgfräulein.

Aber dann, der Mummelsee! Bis zu 17 Meter tief und vom Moorwasser ganz braun liegt er an der Schwarzwaldhochstrasse. Ich könnte jetzt nicht sagen, dass er in der Sonne geglitzert hat, aber das macht nichts. Er ist nämlich ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und für ein leckeres Mittagessen im Berghotel Mummelsee. Da schmeckt die regionale Küche noch wie sie sein soll. Schmalzbrot, Maultauschen und Schwarzwälder Fleischküchle tummelten sich auf unseren Tellern.

Um den See zu umrunden muss man nun nicht mehr gut bei Fuß sein. Ein Holzplankenweg schlängelt sich nun drum herum und auf den Liegen gegenüber des Hotels kann man mit vollem Bauch einfach mal aufs Wasser schauen und durchatmen. Die gute Luft, Ihr erinnert Euch? Wem es nach einer Kuckucksuhr gelüstet, dem sei der Souvenirshop ans Herz gelegt. Neben frischem Holzofenbrot gibt es dort auch einigen Schwarzwaldmerchendisekram.

Weil wir ja jung, fit und neugierig sind, reichte uns die Seeumrundung nicht aus. Hoch hinaus sollte es gehen, rauf auf die Hornisgrinde, den Hausberg des Mummelsees. Der Mummelsee-Hornisgrindepfad führt über gut 7 km hoch zur Hornisgrinde, dreht dort ne Runde und kommt über das Seibelseckle (fein zum Skifahren im Winter!) zurück zum Mummelsee.
Die schöne Strecke führt über teils steile und steinige Bereiche durch ganze Meere an Blaubeeren zum Hochmoor der Hornisgrinde. Ich mag die Landschaft dort sehr. Das raue Gras und von den dunklen Bäumen, die dem Schwarzwald seinen Namen gaben, keine Spur. Im Winter kann man diese Runde wohl auch mit Schneeschuhen begehen. Da hätte ich ja auch mal Lust drauf…

Mit den Eltern wandern gehen kam früher gleich nach Zimmer aufräumen auf der Liste der Lieblingsbeschäftigungen. Nun, mit Mitte dreißig, muss ich mir eingestehen, dass es mit wirklich Spaß gemacht hat. Die Landschaft war grandios, der Wald hat nach frischem Holz gerochen und der Weg war gar nicht langweilig.
Da haben wir uns doch ein Stück Kuchen verdient, oder? Eigentlich, ja eigentlich hätte ein Stück Schwarzwälder Kirsch auf den Teller gemusst. Aber ich bin nicht so der Tortenfan und deshalb von ich nen Milchkaffee mit simplem Marmorkuchen auch grandios. Den gabs dann im Café Bacher in Freudenstadt, wo wir unseren letzten Stopp vor der Heimreise einlegten. Und der Regen dann kam…

Das war ein richtig schöner Tag! Mich freut es unheimlich mal wieder bewusst wahrgenommen zu haben, wie schön wir eigentlich wohnen, wie viel die Region zu bieten hat. Und, dass ‚digitale Kollegen‘ zu lieben Freunden werden können, mit denen man eine tolle Zeit verbringen kann. Lieben Dank Juliane dafür! 
Fortsetzung folgt!

6 Kommentare

  1. Oh, ihr habt’s euch ja richtig schön gemacht! Das sind ja wunderbare Bilder :)
    Ich erinnere mich auch an Ausflüge an den Mummelsee voller Schnee und auch mir geht es so, dass ich mit jedem Jahr, das vergeht, lieber wandern gehe.
    Zu schade, dass ich nicht dabei sein konnte. Aber vielleicht gibt es ja bald mal Volume 2… die Region hat noch mehr zu bieten ;)
    Danke für den schönen Bericht!
    Herzliche Grüße
    Anni

    • Liebe Anni, aber klar machen wir das nächstes Mal zusammen. Am besten schauen wir beim nächsten Treffen gleich nach nem Termin!

  2. Was für herrliche Bilder von meiner Kindheitsheimat! :-)
    Wie oft waren wir am Mummelsee und in Untersmatt zum Ski fahren…Schwarzenbacc-Talsperre….
    alles häufige Ausflugsziele von unserem Wohnort Baden-Baden.
    Seit nunmehr gut 35 Jahren bei Hamburg beheimatet, habt ihr mir eine riesige Freude mit diesen Fotos gemacht.

  3. Liebe Katja,

    nun habe ich vor lauter Fotos bestaunen und mich darüber wundern, dass es in Deutschland Norwegenartige Landschaften gibt ganz vergessen, dass meine Espressokanne auf der heißen Herdplatte stand. Erst als du von deinem Milchkaffee geschrieben hast, ist es mir wieder siedend heiß eingefallen :) Jetzt hat mein Kaffee einen Extragrad an „Röst“geschmack, aber was solls :)

    Liebe Grüße
    Muriel

  4. Pingback: Der weiße Schwarzwald – Schneetage und Rodelfreuden zwischen den Jahren | Anton's ganze Welt

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