Alle Artikel in: Wohnwagen & Wohnmobil

Hiddensee

Wohnmobiltour 2017 – Wir erkunden Deutschlands Osten

Lange schon stand fest, dass wir mal wieder mit dem Wohnmobil unterwegs sein möchten. Die Pfingstferien 2017 boten sich an und ein Ziel fassten wir nach wenig Überlegen ins Auge: wir bleiben mal in Deutschland und erkunden die Landschaften, die Deutschlands Osten zu bieten hat. Kann ja nicht sein, dass unsere Kinder ‚immer‘ nur Urlaubsziele weit weg kennen lernen, oder? Außerdem geht es im Sommer wieder weiter weg. Einen kleineren Camper wollten wir diesmal ebenfalls testen. Bisher hatten wir immer richtige Wohnmobile gemietet. Größere Caravane mit Alkoven und mehr als sechs Metern länge. Auch diesmal haben wir bei Schneider Caravaning in Heidelberg gemietet. Wir buchen als ADAC Mitglied immer über online über den ADAC und erhalten einen Rabatt. Die Wohnmobile waren immer in einem sehr guten Zustand und sind besonders im Frühjahr fast neu. Urlaub in Deutschland Dass das deutsche Frühsommerwetter alles andere als beständig ist, war bei den Planungen kein Geheimnis. In den Wochen vor der Tour war unser Standardspruch: Wenn es kalt und nass sein sollte, biegen wir nach rechts ab und fahren nach …

Grüne Wiese und Schnee – Die Großglockner Hochalpenstraße

Angefixt durch die wunderschöne Dolomiten Hochstraße, die wir auf der Hinreise nach Kroatien gefahren sind, haben wir uns auch für die Rückreise eine besonders schöne Strecke ausgesucht: Die Großglockner Hochalpentraße. Sie beginnt in Kärnten mit einer Mautstelle (womit wir irgendwie gar nicht gerechnet hatten: Tageskarte kostet 34,50 Euro) und führt zuerst durch grüne, saftige Wiesen. Das Möllntal stand in voller Blüte, direkt hinter Bruck schlängelt sich die Straße kontinuierlich nach oben. Die grünen Wiesen werden durch Steine und letzte Schneefelder abgelöst. Wir waren Anfang Mai dort und die Kinder fanden es großartig noch einmal im Schneematsch herum zu stapfen und gar einen Schneeball zu werfen. Es war eine wunderschöne, gemächliche Fahrt, die man mit guter Musik und Schweigen genießen könnte. Einmal mehr habe ich mir ein Motorrad gewünscht… Doch bei uns dröhnte Benjamin Blümchen oder etwas vergleichbares aus den Lautsprechern und die Rufe nach weiteren Stops und der Frage nach einer Schneeballschlacht waren immer wieder zu vernehmen ;-) Für Kinder ist auf der Strecke sogar einige geboten, es gibt mehrere Spielplätze und Entdeckerstationen sowie Themenlehrpfade, …

Kroatische Küste

Von Istrien gen Süden mit dem Wohnmobil – Kroatiens Küste

Die Zeitmaschine war schon wieder im Einsatz. Ohne groß zu fragen hat sie uns zurück in den Alltag gebeamt. Zack, rüber in 70 Std. die Woche, Dienstreisen, Kitastreik und alles, was sonst noch dazu gehört. Aber ich mag mich nicht beschweren, es geht uns gut und wir wollen es so, sonst würden wir es ändern. Unsere Erinnerungen an Kroatien sind dennoch ganz frisch, nur die kleinen Schatten lösen sich recht schnell in Luft auf. Zum Beispiel die Erinnerungen an die Autofahrten, die diesmal anstrengender waren als sonst. Nun ja, Anton und Ida werden älter und artikulieren sehr genau und laut, warum das Herumfahren gerade gar nicht nach ihrem Sinne ist. Länger als zwei Stunden am Stück sind wir eh nicht unterwegs, aber die reichten gut aus, um hin und wieder alle Nerven mal kräftig anzuspannen. Learning: niemals mehr zwei Kindersitze direkt nebeneinander montieren. Und dem Großen einen tragbaren CD Player besorgen, damit Benjamin, Drache Kokosnuss und die Playmos (ganz, ganz schlimm) nicht mehr in voller Lautstärke einen vorne anplärren, damit hinten auch nur irgendetwas zu …

Der Weg ist das Ziel: die große Dolomitenstraße mit dem Wohnmobil

Zwei Wochen Treibenlassen war angesagt. Zwei Wochen mit dem Wohnmobil (gemietet beim ADAC – empfehlenswert) durch Südtirol nach Venedig, an der Adria entlang bis nach Kroatien. Ende April brachen wir auf. Eine konkrete Strecke hatten wir uns nicht ausgeguckt, auch keine Orte, an denen wir übernachten wollten. Nur Venedig stand fest, aber ansonsten war alles offen. Diese kleine Freiheit ist das, was uns am Unterwegssein mit einem Camper so gut gefällt. In Österreich und Italien muss man nicht immer einen Campingplatz anfahren, sondern kann auf einfachen Stellplätzen, oder auch auf öffentlichen Parkplätzen stehen, wenn es nur für eine Nacht ist. Da wir den ursprünglichen Plan morgens um vier aufzubrechen, um den Berufsverkehr bei Stuttgart nicht zu erleben, schnell aufgegeben haben, sind wie gemächlich um halb zwölf in Karlsruhe aufgebrochen. Erster Stopp: das goldene M, denn natürlich hatten erst mal alle Hunger um diese Uhrzeit. Das war genau der Punkt, an dem ich mein Zeitmanagement an den Nagel gehängt habe :-) Nach Pommes und Co ging gen Süden. Staufrei fuhren wir an Stuttgart vorbei, düsten ins Allgäu …

Ich würde gerne einen Wohnwagen remodeln. Doch, das wäre cool! Am liebsten einen Airstream.

Vor ein paar Wochen sagte der Mann einen unglaublichen Satz zu mir: „Wollen wir uns einen Wohnwagen kaufen?“ WAS??? Einen WOHNWAGEN? So ein spießiges Plastikding mit dem wir garantiert nicht vorwärts kommen und das uns direkt in die Ecke der langweiligsten Familien ever katapultiert? Was kommt als nächstes? Ein Vorzelt? Gasgrill? Oder ein Goldfisch? Also ein Wohnwagen, sorry, aber das seh ich gar nicht. Ne, niemals. Oder? Was macht Frau, wenn sie sich dem lieben Frieden willen versucht mal in das ganze reinzudenken: schön vorstellen und schönes anschauen. Ein Wohnwagen wäre ja quasi eine Outdoorverlängerung unserer Hauses. Dort fühlen wir uns wohl, weil wirs uns schön gemacht haben. Einrichten mag ich ja auch gerne… Könnte man da nicht auch so ne Buchenfurnierschüssel pimpen? Hm. Pinterest! Pinterest ist ein digitales Pinboard, das ich hauptsächlich nutze, um für Frl. K sagt Ja Hochzeitsideen zu sammeln. Aber auch einiges privates, oder einfach tolle Bilder, die mich inspirieren. Und es ist eine Garantie für gute Idee mit schönen Fotos, denn nur die werden von anderen auch gepinnt. Was den …

Nicht Lavendel. Mohn macht richtig glücklich!

Wenn ich nun im Dezember durch die Fotos der Provence surfe, denke ich, dass das der Sommer war. Falsch. Es war kein Sommer, es war Frühjahr und es war richtig kalt. Die Sonne schien, aber die Luft war äußerst kühl und im Schatten tat die Fleecejacke schon ganz gut… Über die nicht blühenden Lavendelfelder hatte ich ja schon geschrieben. Es gab noch ein weiteres Postkartenmotiv, dessen Zeit noch nicht gekommen war: das Kloster Abbaye de Senanque kennt man vielleicht von Kalendern oder ähnlichem. Ich sag nur: so schaut’s ein paar Monate vor der Blüte aus.   Aber was soll ich sagen? Wer braucht schon ein psychedelisches Lila zum Glücklich sein? Rot ist viel besser. Rot von wildem Mohn. So rot das Feld wie der Himmel blau. Glück bei 15 Grad.  

Gordes und der leise Ruf eines 5 Sterne Hotels

Im schwindenden Abendlicht erreichten wir Gordes. Es war nichts mehr los, die letzten Läden schlossen ihre Pforten und auf Grund der noch fehlenden Touristen hatten auch einige Restaurants nicht geöffnet. So friedlich und ruhig war’s… Am Ortseingang kamen wir am Hotel La Bastide de Gordes vorbei. Ein 5 Sterne Haus mit einem sagenhaften Spa, wie Bilder im Schaukasten verrieten. Hach, was waren das noch Zeiten, in denen wir drüber nachdachten, ob wir eine Massage oder doch lieber die Pediküre machen sollten. Stunden voller Ruhe, ganz ohne Hungersorgen oder Müdigkeitsattacken anderer Mitreisenden. Hm, ist schon ein paar Tage her. Ganz, aber wirklich nur ganz kurz, sauste der Gedanke durch meinen Kopf, ob wir wohl das Wohnmobil auf dem Hotelparkplatz stehen lassen konnten währen die beiden selig schliefen… Aber nein, das machen wir natürlich nicht. Stattdessen haben wir einmal mehr die Autonomie des Campers in Anspruch genommen und auf einem Stellplatz vorm Ort für sehr wenig Geld übernachtet. Man muss sich auf diesen Stellplätzen nicht mal anmelden. Einfach parken und am Morgen klopft irgendwann jemand an die …

Das perfekte provencalische Dörfchen

Eine volle Dosis schönster Provence haben wir uns in Lourmarin geholt. Ein kleines Dorf in der Gebirgskette des Luberon gelegen, rund 1.000 Einwohner ‚groß‘ und so entzückend, dass man einfach nur verweilen möchte. Hübsche Gassen, süße Häuser mit liebevollen Accessoires und immer wieder schöne Lädchen und interessante Galerien. Hach, das war einfach nett.

Seelen baumeln lassen in Aix en Provence

Mensch, es ist Winter. Und sogar so viel Winter, dass in ein paar Tagen schon Weihnachten ist. Ein bisschen Ruhe ist eingekehrt bei uns. Die Entscheidung im Dezember keine Shootingtermine mehr anzunehmen war goldrichtig, denn so bleibt dann doch mal ein Abend, um private Erinnerungen zu sortieren und ein paar davon auch zu teilen. Kommt ihr noch mal mit nach Frankreich? Zur Erinnerung: wir waren Ende Mai mit einem Wohnmobil in der Provence unterwegs. Sehr gute Entscheidung mit zwei kleinen Kindern. Ein bisschen rumreisen, ein bisschen was sehen, immer alles dabei und sehr entspannend für alle Mitreisenden. In Aix en Provence waren wir zwei Nächte. Der Campingplatz lag in nem Wohngebiet, aber mit dem Bus waren wir in 15 Minuten im Zentrum. Ein paar Impressionen dieses schönen Flair kommen hier. Ich hätte dann bitte noch gerne ein Brioche zum Café au lait…

Das Tal der Durance und die Sehnsucht nach dem Lavendelfeld

Herrje ist sind die Autobahnen in Frankreich teuer geworden. Große Augen haben wir gemacht, als wir an der ersten Mautstation die Preise für ersten Kilometer Fahrt mit dem Wohnmobil gesehen haben. Bin mir nicht mehr sicher, wie weit es war, vielleicht 30 oder 40 Kilometer. Doch die haben uns schlappe 9,80 Euro gekostet. Holla, das sind dann schon ein paar Eisbecher weniger, wenn wir an die vor uns liegenden Kilometer denken. Hin und her gerissen zwischen dem Gedanken Strecke machen zu wollen, wenn hinten Ruhe ist, der Tatsache, dass man mit dem Gefährt eh nur 120 fahren kann und den Mautgebühren haben wir uns dann für den gemütlichen, aber sehr netten Weg durch das Tal der Durance entschieden. Treiben lassen und spontan sein stand eh auf der Urlaubswunschliste, also am besten direkt damit anfangen. In Gap aßen wir morgens das erste Pain au Chocolat. Saftig und noch warm und unsagbar lecker. In Sisteron haben wir Mittag gemacht. Noch ein herrliches Städtchen mit hübschem Zentrum. Es galt schon bei den Römern als Pforte zur Provence. Und …